Eine Schenkung kann gezielt für eine umfassende Nachlassregelung eingesetzt werden, um eine bestimmte Verteilung des Nachlasses schon zu Lebzeiten sicherzustellen oder um Erbschaftssteuern zu sparen. 

Sie sind durch Ihre Erben nicht gehindert, Ihr gesamtes Vermögen zu verschenken. Nur wenn Sie einen Erbvertrag geschlossen haben oder ein gemeinschaftliches Testament errichtet haben und durch die Schenkung den Berechtigten gezielt benachteiligen würden, kann eine Schenkung rechtsunwirksam werden.

Aber bedenken Sie vor jeder Schenkung, ob nach der Übergabe Ihr finanzieller Spielraum und Ihre eigene Altersversorgung noch gesichert sind. Nur bei groben Verfehlungen des Beschenkten können Sie die Schenkung widerrufen oder wenn Sie selbst bedürftig werden.
Ansonsten gilt der Grundsatz: 
" Geschenkt ist geschenkt! ".

Nicht nur bei einer Schenkung von Immobilien ist eine Schenkung unter Vorbehalt eines Nießbrauchsrechtes möglich. Dieser Vorbehalt gewährt auch nach der der Schenkung ein lebenslanges Nutzungsrecht an Grundbesitz, Aktien oder Firmenbeteiligungen. 

Der Schenkungsvertrag sollte stets besondere Rücktrittsrechte zum Schutz des Schenkers enthalten.